Entlang der Kunst-Straße in Salzgitter-Bad treffen Sie auf Figuren und Geschichten aus dem alten Salzgitter.
Der Bürgerverein Salzgitter-Bad beauftragte im Jahr 1960 die in Salzgitter-Lebenstedt wohnende Künstlerin Ilse Becher (sie nahm später den Namen Becher-Duisburg an), eine Bronzeplastik zur Erinnerung an die sölterschen Klesmermusikanten zu schaffen. Drei Jahre später konnte die Skulptur der Bürgerschaft übergeben werden. Sie stand bis 1990 an der Grenze Vorsalzer Straße/Klesmerplatz und wurde nach dem Umbau des Klesmerplatzes, der auch den Neubau der Kreissparkasse des Landkreises Goslar in Salzgitter-Bad umfasste, wirkungsvoll in der Mitte eines Brunnens aufgestellt. Die Klesmer bilden ein denkwürdiges Kapitel in der Geschichte der alten Salzstadt. Da die Saline bei den Herzögen von Braunschweig-Wolfenbüttel verblieb, verarmte der Ort zusehends. Die Gründung der Klesmerkapellen, der Musik- und Tanzkapellen, war ein Versuch, diesem Elend in Salzgitter zu entgehen. Als Wandermusikanten zogen die Salzgitteraner nicht nur durch viele europäische Länder, sondern traten auch in Amerika, Afrika, Asien und Australien auf. Die Bildhauerin Ilse Becher-Duisburg, geboren am 7. November 1911 in Duisburg, kam 1940 nach Salzgitter-Lebenstedt. Sie starb am 9. März 1990. Sie hat in vielen Stadtteilen Salzgitters ihre "Spuren" hinterlassen, ihre zahlreichen Stelen, Reliefs, Figurengruppen zieren öffentliche Gebäude. Ihr Können wird aber weit über Salzgitter hinaus in der ganzen Bundesrepublik gewürdigt.
Quelle: Heft aus der Reihe "Salzgitter zum Kennenlernen" mit dem Titel "Die Kunst-Straße in Salzgitter-Bad"