In den Wäldern, Teichen, Tümpeln und Gräben der Lichtenberge rund um den Burgberg sind von den im Stadtgebiet vorkommenden 10 Amphibienarten mindestens 6 regelmäßig anzutreffen.
Neben einer riesigen Zahl von Erdkröten, zahlreichen Grasfröschen, Kamm-, Teich- und Bergmolchen sind mit etwas Glück gelegentlich sogar Feuersalamander zu beobachten. Obwohl diese Arten alle eine wichtige Rolle im Naturhaushalt bzw. in der Nahrungskette spielen, führen sie doch die meiste Zeit des Jahres ein eher verborgenes, nächtliches Dasein. Als wechselwarme Tiere, die ihre Körpertemperatur der Umgebung anpassen, verbringen sie die Wintermonate in einem einigermaßen sicheren und frostfreien Schlupfwinkel, wie z.B. einer Bodenhöhle oder einer Gesteinsspalte, in einer Art Starrezustand. Erst zur Laichzeit im Frühjahr tachen sie dann oft zu Hunderten wieder auf dem Weg von ihrem Winterquartier im Wald zu ihren angestammten Laichgewässern auf. Wenn sie dabei eine vielbefahrene Straße überqueren müssen, kann diese Wanderung für viele der kleinen "Straßenkreuzer" zur lebensgefährlichen Etappe werden. Wer Regen nicht scheut und sich im März oder April bei abendlichen Temperaturen von mindestens 10 Grad nach Einbruch der Dunkelheit noch einmal auf den Weg nach Altenhagen macht, kann dieses Phänomen der Krötenwanderung hautnah erleben und ggf. einen rettenden "Krötentransfer" zur anderen Straßenseite übernehmen.