Diese direkt am Weg liegende Kalksteinwand ist aus den Ablagerungen des Unteren Muschelkalkes, dem Oberen Wellenkalk gebildet worden.
Zur Unteren Muschelkalkzeit drang das Thatysmeer von Süden in das Germanische Becken ein. Das flache Muschelkalkmee bedeckte weite Teile Mitteleuropas und hatte zweitweise nur durch zwei schmale Merresarme Verbindung mit dem offenen Ozean. Durch diesen eingeschränkten Zufluss von frischem Meerwasser under Süßwasserzufuhr durch das umgebende Festland veränderte sich der Salzgehalt dieses Binnenmeeres und es konnten nur wenige Tier- und Pflanzenarten unter diesen Bedingungen überleben. Die angepassten Arten aber konnten sich mangels Konkurrenz in großer Anzahl entwickeln. Im warmen Flachwasser lagerten sich im inneren Teil des Becken Mergelkalke im Wechsel mit Brachiopoden- und Muschelresten ab, so trennen die Terebratelbänke den Oberen vom Unteren Wellenkalk. Tritt der Muschelkalk ganz dicht an die Erdoberfläche, bilden sich trockene, steinreiche Böden. Durch den zeitweiligen Wassermangel wird die Rotbuche in ihrer Dominanz geschwächt. Neben der Buche wachsen hier auf diesen trockenwarmen Standorten vor allen Dingen Wildobst, Esche, Ahorn und als seltene Charakterart die Elsbeere. Diese Wälder zeichnen sich durch eine reiche Strauch- und Krautschicht aus. Typische Vertreter der Sträucher sind: Seidelbast, Schlehe, rothe Heckenkirsche, Weißdorn und Liguster. In der Krautschicht finden wir Wiesenschlüsselblume, blau-roter Steinsame, sowie verschiedene Orchideenarten. Wälder trockenwarmer Standorte besiedeln innerhalb großer Wälder kleinflächige Sonderstandorte und sind nach dem Niedersächsischen Naturschutzgesetz besonders geschützte Waldbiotope.