Anfang der 1960er Jahre reifte die Idee, an die Salzsieder, ein einstmals bedeutender Berufszweig in Salzgitter, zu erinnern.
Der Bürgerverein Salzgitter-Bad e.V. schrieb einen Wettbewerb aus und stellte die notwendigen Mittel - aus Spenden der Bevölkerung - für die Preise zur Verfügung. Die von einer unabhängigen Jury ausgesuchten vier Arbeiten von namhaften Künstlern wurden im Kleinen Rathaus acht Wochen lang ausgestellt und die Bürger aufgerufen zu entscheiden, welcher Entwurf den 1. Preis bekommen sollte. Die Entscheidung war eindeutig: Der Bildhauer Siegfried Zimmermann aus Hannover bekam den 1. Preis und den Auftrag. Die zwei sich unterhaltenden Figuren wurden 1984 im Rosengarten (damals noch Salinengarten) aufgestellt. Die lebensgroße Bronzeskulptur ist inzwischen ein beliebtes "Fotomodell" und wurde in vielen Zeitungen von nah und fern abgebildet.
Siegfried Zimmermann wurde am 4. August 1927 in Halle/Saale geboren und lebte sein 1952 als freischaffender Bildhauer in Hannover. Er hatte einen Lehrauftrag an der Universität Hannover und war von 1982 bis 1986 Mitglied der Kunstkommission des Landes Niedersachsen. Er schuf Frei- und Kleinplastiken und arbeitete im Bereich der Architektur in verschiedenen Materialien. In Salzgitter findet man von ihm noch Altarkreuz, Altarleuchter und Taufe in der St.-Markus-Kirche in Lebenstedt.
Für die evl.-luth. Kirche St. Mariae-Jakobi in Salzgitter-Bad hat Siegfried Zimmermann im Jahr 1967 ein Kreuz mit Korpus, ein Kanzelpult und Leuchter in Bronze gearbeitet.
Quelle: Heft "Die Kunst-Straße in Salzgitter-Bad" aus der Reihe "Salzgitter zum Kennenlernen"