Einwohner des einstigen Dorfes Vöppstedt - noch heute die Vöppstedter Kirchenruine an diesem Ort - hatten eines Tages bei ihrer Feldarbeit ein besonderes Erlebnis.
An einem Quell in der Nähe des heutigen Ratskellers suhlte sich eine Rotte Wildschweine. Das Besondere an der Rotte war, dass ihre Borsten bei Sonnenschein silbern glänzten. Die damaligen Einwohner gingen der Sache auf den Grund und stellten fest, dass das Suhlwasser hoch konzentriert Salz enthielt und dieses die Borsten glänzen ließ. Der Soltborn musste also wirtschaftlich nutzbar sein und, so meinten sie, ihnen eine sichere berufliche Existenz als Salzsieder bringen, zumal Mensch und Tier täglich zum Überleben Salz benötigten. Immer mehr Vöppstedter Einwohner verließen daher ihr Dorf, siedelten sich als Salzsieder rund um den Soltborn an und gründeten auf diese Weise Alt-Salzgitter. So erinnert die "heutige Wildschweinfamilie" gegenüber dem Tillyhaus dank der Initiative eines Bürgers an die "sagenhafte" Gründung Alt-Salzgitters. (Text: Hermann Bartels)
Der Künstler ist unbekannt, die Wildschweine wurden 1999 aufgebaut.
Quelle: Die Kunst-Straße in Salzgitter-Bad aus der Reihe "Salzgitter zum Kennenlernen"