Infostele ehemaliger Kalischacht Fürst Bismarck

Auf einen Blick

  • Salzgitter

Teil des Märchenpfads im Kurpark am Greif in Salzgitter-Bad

1895 wurde öffentlich gemacht, dass hinter Eggelingslust, auf dem Greif, abbauwürdige Kalisalzvorkommen entdeckt wurden. Daraufhin wurde die "Kalibohrgesellschaft Salzgitter AG" am 01. April 1896 in die „Gewerkschaft Schüssel“ umgewandelt. Die Bauarbeiten des Kalibergwerkes begannen am 17.April 1896 und am 01. April 1897 bekam der Schacht mit Zustimmung des Altreichskanzlers den Namen "Fürst Bismarck". Es entstand eine weiträumige Übertageanlage mit Kesselhaus, Fördergerüst, Schachthalle und Zechenhaus.

Die Baukosten betrugen bis 1899 sage und schreibe sieben Millionen Goldmark. An der heutigen, unteren Bismarckstraße wurden 4 Wohnhäuser für Arbeiter erbaut und es wurde ein Bahngleis (der heutige Birkenweg) bis hinunter zum Bahnhof verlegt, das die Schachtanlage mit der Bahnlinie Braunschweig-Seesen verband. In Erwartung schnellen Reichtums entstand in der Bevölkerung eine regelrechte Euphorie. Man gab Bergwerksanteile mit einem Nennwert von bis zu 200 Mark je Stück heraus, die später bis zum fünffachen dieses Betrages gehandelt wurden.

Um für die Suche nach Kali weiteres Kapital in Höhe von einer Million Goldmark zu beschaffen, wandelte man die "Gewerkschaft Schüssel" im Jahr 1900 in die "Aktiengesellschaft Kaliwerke Salzgitter" um. Mit großem Aufwand ging die Suche nach Kali weiter. Mittlerweile verfügte das Kalibergwerk Fürst Bismarck über einen 1075 Meter tiefen Salzschacht. Die Suche nach Kalivorkommen blieb aber immer noch erfolglos. Den Verantwortlichen wurde es jetzt wohl langsam bewusst, dass es hier gar keine Kalivorkommen gab. Herangezogene Experten bestätigten dies. Aufgrund der hohen Investitionen und der zahlreichen Anleger, die zum Teil ihr ganzes Privatvermögen in das Unternehmen investiert hatten, traute man sich nicht, mit der Wahrheit an die Öffentlichkeit zu gehen.

Ein Laugeneinbruch auf der 1075 m-Sohle am 28. März 1903 kam der Betriebsleitung gerade recht und das Bergwerk wurde umgehend stillgelegt. Das endgültige Aus des Kaliwerks Salzgitter kam 1904, als Pioniere der kaiserlichen Armee aus Magdeburg den Schacht verfüllten und die Bauten über Tage sprengten.

Ob es am Greif tatsächlich Kalivorkommen gab, ist nach heutigen Erkenntnissen eher unwahrscheinlich. Die damals vorgefundenen Salze waren wohl nur minderwertige Triassalze und Zechsteinsalze.

Im November 1993 sackte die Schachtröhre ab und es eröffnete sich ein tiefer Einblick in das ehemalige Bohrloch, das dann zugeschüttet und mit einer riesigen Betonplatte verschlossen wurde.

Allgemeine Informationen

Auf der Karte

Infostele ehemaliger Kalischacht Fürst Bismarck
Haselnußweg
38259 Salzgitter
Deutschland

Tel.: 05341/9009940
Fax: 05341/9009911
E-Mail:
Webseite: www.world-qr.com/inhalte/new/qr-fuehrer/de/niedersachsen/salzgitter_kf/ortsfuehrer/maerchenpfad_im_greifspark/salzgitter_kali_schacht?lat=52.0486912&lng=10.3677952

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