UNESCO
Apfelherbst 2026
Regional, nachhaltig, Natur erleben
Der Apfel ist das Obst unserer Breitengrade. Einen halben Zentner - roh und verarbeitet - konsumiert statistisch jeder Mensch in Deutschland pro Jahr. Der Apfel steht für Ess- und Trinkkultur, Landschaftsgestaltung, Naturschutz, und hat auch eine erhebliche ökonomische Bedeutung.
Arbeitsgemeinschaft Streuobst
Schwerpunkt der AG Streuobst sind Pflege, Erhalt und Neuanlage von Streuobstwiesen im Sinne eines naturschutzorientierten Naturschutzes.
Global Geopark
450 Mio. Jahre Erdgeschichte auf engstem Raum umfasst der Geopark Harz.Braunschweiger Land.Ostfalen und hat daher internationale Bedeutung. Diese kann man in der freien Natur und komprimiert im zentralen Informationszentrum in Königslutter bewundern. Die Erdgeschichte bestimmt aber auch über die Böden, auf denen wir unsere Nahrungsmittel kultivieren – darunter unsere Äpfel. Deshalb gehören nachhaltige regionale Entwicklung und Umweltbildung zu den Tätigkeitsfeldern des Geoparks.
Lanschaftspflegeverband
Wolfenbüttel
Der Landschaftspflegeverband Wolfenbüttel ist einer von sechs dieser Art in Niedersachsen. Land wirtschaft, Naturschutz und der Landkreis Wolfenbüttel arbeiten hier zusammen. Das wichtigste Betätigungsfeld ist die Landschaftspflege, hierfür verfügt der Landschaftspflegeverband über alle notwendigen Maschinen und Geräte. So ist der Verband auch an der so wichtigen Pflege der Streuobstwiesen im Landkreis beteiligt. Denn nur durch eine gute Pflege können diese zum Lebensraum für unzählige Tierarten werden.
Braunschweiger
Modell
Eine Landschaft lebt von und mit Sträuchern, Hecken und Bäumen. Seit 1956 wurden vom Landkreis Braunschweig, später dann vom Landkreis Wolfenbüttel nach dem „Braunschweiger Modell“ bislang 620.000 Gehölze im Wert von 530.000 Euro kostenlos bereitgestellt, darunter viele Apfelbäume. Dieses Angebot gilt zwar nicht für Hausgärten, aber auch in der Feldmark des Braunschweiger Landes ist noch viel Platz für weitere Pflanzungen.
Naturparadies
Streuobstwiese
Streuobstwiesen sind von Menschenhand geschaffene „Kulturbiotope“. Oben liefern große Bäume Obst, im Erdgeschoss weiden z. B. Schafe. Diese Doppelnutzung bietet auch vielen bedrohten Tierarten Heimat: zahllosen Insekten, Fledermäusen, Haselmäusen, sogar dem Steinkauz! Häufig stehen auf Streuobstwiesen alte, regionaltypische Apfelsorten. Die beste Methode, die arbeitsintensiven Streuobstwiesen zu erhalten, ist die Nutzung: die Äpfel essen, den Saft trinken, das Lammfleisch genießen. Oder sogar sich bei einem Naturschutzverband oder bei der Arbeitsgemeinschaft Streuobst engagieren und unvergessliche Erntetage auf der Streuobstwiese erleben.
