Der Brunnen am Klesmerplatz ist 1991 von der Stadt Salzgitter errichtet und aus Sanierungsmitteln finanziert worden.
Der Entwurf stammt vom Stadtplanungsamt und symbolisiert - mit dem in der Mitte befindlichen Klesmerdenkmal - einen Teil der Geschichte der Salzstadt.
Die Klesmer bilden ein wichtiges Kapitel in der Geschichte der alten Salzstadt. Der Klesmerplatz und auch die zum Platz führende Klesmerstraße erinnern an die Salzgitterschen Wandermusikanten, die sich selbst als „Klesmer“ bezeichneten und im 19. Jahrhundert nahezu die ganze Welt bereisten. Das „Klesmern" bot in Zeiten wirtschaftlicher Not einer wachsenden Zahl unvermögender Tagelöhner und kleiner Handwerker eine Verdienstmöglichkeit.
Es gab zwar vor 1800 schon einige Musikanten in Salzgitter-Bad, aber erst nach der napoleonischen Zeit begann die Zahl sprunghaft anzusteigen. Eine genaue Zahl ist kaum festzustellen, im Jahre 1853 wurden jedoch in Salzgitter, Liebenburg und den umliegenden Dörfern 600 Musikanten gezählt. Viele spielten als Straßenkapellen, in Gasthäusern oder bei Volksfesten in der engeren Heimat auf, andere wagten längere Reisen im nordwestdeutschen Raum, meist nur in den Sommermonaten.